
Während Massenmarken wie H&M, C&A, Nike oder Adidas immer wieder wegen ökologischen oder sozialen Problemen im Fokus stehen und teilweise grosse Schritte machen (mussten), kommen die meisten hochwertigen Designerlabels ungeschoren davon. Im Gegenteil: viele Konsumenten gehen davon aus, dass Luxusgüter per se nachhaltiger sind als andere, da sie ja aufwändiger hergestellt werden und länger halten. Doch was ist dran an diesem Mythos?
Bereits 2007 hat der WWF in seiner lesenswerten Studie "Deeper Luxury" festgestellt, dass die meisten Luxusmarken kaum nachhaltig sind. Vier Jahre später hat sich daran wenig geändert. Seit letzter Woche liegt eine neue Studie der Ethical Consumer Organisation vor. In "Style over substance" werden Designerlabels anhand verschiedener Nachhaltigkeitskriterien überprüft. Auf der dazugehörigen interaktiven Website kann man die Ergebnisse auch nach eigenen Priroritäten gewichten.
Das Ergebnis ist niederschmetterend. Keine Marke kann wirklich nachhaltig punkten. Und sogar Aushängeschilder wie Stella McCartney (kein Pelz, kein Leder) oder Vivienne Westwood (Klimawandel-Aktivistin) bleiben hinter den Erwartungen zurück.

